- Führung


Auch wenn die totalitären Gruppen alles daransetzen, um den wahren Charakter
ihrer Organisation zu verbergen, ist die Führung ein guter Anfangspunkt für die
Informationsbeschaffung und Beurteilung.

Wer ist das Oberhaupt der Gruppe?
Wie ist seine oder ihre Lebensgeschichte?
Welche Ausbildung und Qualifikation hat der Betreffende?
Welchen Beruf übte er vor der Gründung der Gruppe aus?

Ein Sektenführer, Eugene Spriggs, war beispielsweise Jahrmarktschreier - einer,
dessen Job es ist, die Leute in bestimmte Shows zu locken. Ein anderer, Werner
Erhard, verkaufte Gebrauchtwagen und später Enzyklopädien. Wieder ein anderer,
Carl Stevens, arbeitete als Lastwagenfahrer bei einer Bäckerei, während der
vermutlich bekannteste von allen, L. Ron Hubbard von Scientology, seine Karriere als
Science-Fiction Autor begann.

Entgegen der allgemeinen Einschätzung gründen nicht alle Sektenführer ihre
Gruppen nur aus Geldgier oder politischen Machthunger.

Die nächste wichtige Frage lautet: Hat sich der Sektenführer in der Vergangenheit
strafbar gemacht? Falls ja, was wurde ihm angelastet? Gab es Verurteilungen? Der
Werdegang eines Sektenführers muss zwar nicht notwendigerweise darauf schließen
lassen, dass er ein Betrüger oder ein Scharlatan ist, doch wo Rauch ist, da ist
meistens auch ein Feuer. Es ist einfach erstaunlich, wie viele Sektenführer eine
fragwürdige Vergangenheit haben.

Wenn man sich den Hintergrund und den Lebenswandel eines Sektenführers
anschaut, kann man daraus einige allgemeine Schlüsse ziehen, insbesondere, wieviel
Vertrauen man ihm entgegenbringen will. Wenn jemand einen Kurs über erfolgreiche
Beziehungsgestaltung anbietet, dann dürfte es nicht unerheblich sein, dass er selbst
schon drei Mal geschieden ist. Wenn eine Sektenführer früher Drogen genommen hat
und durch abnormales Verhalten aufgefallen ist, wie im Fall L. Ron Hubbard, dann
muss sein Anspruch mit Vorsicht betrachtet werden, alle Probleme der Menschheit
lösen zu können.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Führung ist die interne Gewaltenteilung. Hat
die Organisation eine Struktur mit einem echten Kräftegleichgewicht? Viele
totalitäre Gruppen haben zwar offiziell einen Vorstand, doch das sind meist nur
Marionetten des Sektenoberhauptes. Tatsächlich ist die Gruppe streng
pyramidenförmig organisiert, mit dem Sektenoberhaupt als dem allmächtigen Führer
an der Spitze. Ihm (oder ihr) direkt unterstellt ist ein Stab absolut höriger
Stellvertreter, und darunter kommen die Unterführer. Diese Struktur lässt keine
Gewaltenverschränkung zu. Der Führer hat die absolute Gewalt.

Nicht jede totalitäre Sekte hat ein Oberhaupt, das für Außenstehende erkennbar
glorifiziert wird oder übermäßigen persönlichen Reichtum genießt. Viele extreme
Bibelsekten haben Führer, die kein auffälliges Luxusleben führen und die Gott und
die Bibel als Autoritäten über sich anzuerkennen scheinen. Aber sie benutzen ihre
Interpretation der Bibel und des Willen Gottes dazu, Menschen zu manipulieren und
zu beherrschen.




- Doktrin (Glaubenslehre)


Da die Verfassung jedem das Recht gewährt, zu glauben, was immer ihm beliebt, ist
es weder gerechtfertigt noch notwendig, die Lehrinhalte einer Gruppe genau zu
untersuchen. Allerdings sollte eine Gruppe jedem ihre Anschauungen offen darlegen,
der ihr beitreten möchte.

Stellt sich die Lehre einer Gruppe nach außen anders dar als nach innen? Eine Gruppe
ist nur dann integer, wenn ihre Mitglieder wirklich das glauben, was die Gruppe
vorgibt zu glauben. Totalitäre Gruppen passen jedoch ihre Wahrheiten den
Erfordernissen der jeweiligen Situation an, weil sie überzeugt sind, dass der Zweck
die Mittel heiligt.

Mit dem Anspruch, andere zu retten, werden Täuschung und Manipulation
gerechtfertigt. Verantwortlich handelnde Organisationen verändern ihre Lehrinhalte
nicht, um die Öffentlichkeit zu täuschen.   




- Mitgliedschaft


Die Mitgliedschaft ist das letzte und wichtigste Kriterium zur Beurteilung von
Gruppen - untergliedert in folgende drei Teilebereich: Mitgliederwerbung,
Aufrechterhaltung der Mitgliedschaft und Freiheit des Austritts. Vorrangig ist der
Einfluss der Gruppenzugehörigkeit auf das Individuum, seine Persönlichkeit, auf
seine Beziehungen sowie auf seine Ziele und Interessen.

Kennzeichnend für die Mitgliederwerbung der meisten Sekten ist Täuschung.
Totalitäre Sekten kennen keinerlei Skrupel, beim Anwerben neuer Mitglieder mit
Täuschung zu arbeiten.

Sie unterstellen den Menschen, dass sie zu ignorant oder nicht spirituell genug seien,
um zu erkennen, was gut für sie ist. Daher übernehmen sie die Entscheidungen für
die Leute, die sie anwerben. Solange ihr kritisches Denkvermögen noch intakt und
voll funktionsfähig ist, erhalten sie von der und über die Sekte nur spärliche
Informationen. Erst wenn ihr kritisches Urteilsvermögen geschwächt ist, liefert die
Sekte mehr Informationen.

Zur Täuschung zählen glattes Lügen, Auslassen wichtiger Informationen oder ihre
absichtliche Verzerrung.

Die meisten Sektenwerber würden leugnen, überhaupt jemanden anwerben zu
wollen. Auf die Frage, was sie machen, antworten sie meist, dass sie lediglich etwas
Bedeutsames mitzuteilen hätten und jeder sich dann selbst seine Meinung dazu
bilden können. Was sie dem potentiellen Einsteiger nicht sagen, ist, dass sie
vielleicht bestimmte Werbequoten zu erfüllen haben.

Zu den Täuschungsmanövern von totalitären Sekten zählt auch der Einsatz von
Tarnorganisationen (Frontgruppen), um potentielle Interessenten irrezuführen und
über das wahre Programm der Organisation im Unklaren zu lassen.

Freedom Leadership Foundation und International Cultural Foundation sind
beispielsweise alles Unterorganisationen der Mun-Bewegung. Jugend für
Menschenrechte, Der Weg zum Glücklichsein und Sag NEIN zu Drogen, sag JA zu
Leben gehören zu Scientology, um nur ein paar zu nennen.

In der Anwerbephase versucht der Werber, soviel Informationen wie möglich aus
dem zu Bekehrenden herauszuholen, damit er weiß, wie er ihn am besten in die
Gruppe locken kann. Ein tüchtiger Werber entdeckt sehr schnell die wunden Punkte -
Probleme mit dem Partner, mit den Eltern oder Verwandten, im Beruf oder Schule,
den Tod eines nahen Freundes oder Angehörigen, einen Umzug in eine neue Stadt
und dergleichen. Ein guter Werber versteht sich darauf, es der Zielperson angenehm
zu machen, so dass diese sehr persönliche und vertrauliche Informationen preisgibt.

Der bei weitem häufigste Eindruck den ein möglicher Neueinstiger erhält ist, dass er
neue Freundschaften schließt. Jedoch in der realen Welt brauchen Freundschaften
Zeit um zu entstehen. Sie geschehen nicht über Nacht. Sobald der eventuelle
Neueinsteiger zu Kult-Aufgaben oder Seminaren eingeladen ist, gibt es einen großen
Druck, sowohl offenkundig und feinsinnig, ihn so schnell wie möglich einzubinden.

Gleichzeitig enthüllt der Werber nur im Notfall etwas über sich selbst und vor allem
über die Gruppe. Die meiste Information kommt von dem zu Werbenden. Diese Art
von ungleichgewichtigem Informationsfluss ist ein weiteres Warnsignal dafür, dass
etwas nicht stimmt.

Meist entsteht bei dem zu Werbenden der Eindruck, einen neuen Freund gewonnen
zu haben. Doch im wirklichen Leben entwickeln sich Freundschaften langsam und
ereignen sich nicht von einem Tag auf den anderen. Man teilt sich gegenseitig immer
mehr Persönliches mit, wobei es kaum Ungleichgewicht gibt, sondern jede Seite
gleichermaßen gibt und nimmt. Und es steckt auch kein verborgenes Programm
dahinter.

Wenn der potentielle Konvertit an einer Veranstaltung oder einem Seminar der
Sekte teilnimmt, wird er sowohl offen als auch subtil unter starken Druck gesetzt,
einen weiteren Kurs zu besuche oder sich der Gruppe sobald wie möglich zu
verpflichten. Genauso wie gewiefte Betrüger schlagen die Sekten zu, sobald sie ihr
Opfer taxiert haben. Im Unterschied dazu werden bei rechtmäßig handelnden Gruppe
die Interessenten nicht angelogen oder zu einem schnellen Beitritt gedrängt.

In der Beitrittsphase verändern sich die Grundlagen der Selbstwahrnehmung
dramatisch. Während der Indoktrination meldet sich der Betreffende manchmal tage-
oder wochenlang nicht bei Familie oder Freunden. Wenn sie ihn dann wieder sehen,
ist diese krasse Persönlichkeitsveränderung nur allzu deutlich sichtbar. Diese
Persönlichkeitsveränderung entzieht sich weitgehend, wenn nicht vollständig, der
bewussten Wahrnehmung des neuen Mitglieds. Oftmals hat sich der Novize einen
neuen Kleidungsstil oder eine andere Sprechweise zugelegt und verhält sich
ungewohnt distanziert. Sein Humor ist häufig stark abgeflaut. Frühere Interessen,
Hobbys und Ziele werden aufgegeben, weil sie jetzt nicht mehr wichtig sind.

Familie und Freunde gegenüber verhält sich das Neumitglied oft nicht nur
distanzierter, sondern auch unehrlich und ausweichend. Manchmal gelingt es, die
Novizen dazu zu bewegen, ihre neuen Überzeugungen darzulegen. Meist weicht der
Neugeworbene jedoch aus, indem er seine Angehörigen und Freunde an ältere
Mitglieder oder Sektenführer verweist, weil die es besser erklären können.

Dieser radikale Persönlichkeitswandel des neuen Mitglieds ist das verräterischste
Anzeichen dafür, dass hier eine totalitäre Sekte am Werk ist. Jemand, der früher
vielleicht politisch liberal war, ist plötzlich erzkonservativ. Ein anderer, der immer
ein Fan von Rockmusik gewesen ist, ist auf einmal überzeugt, dass sie vom Teufel
kommt. Einer, der seine Familie stets geliebt hat und ihr sehr nahestand, traut ihr
plötzlich überhaupt nicht mehr. Für einen einstigen Atheisten bedeutet Gott mit
einem Mal alles.

Es ist klar, dass man mit wachsender Lebenserfahrung auch seine Überzeugungen
und Werte verändert. Doch wenn Täuschung und Bewusstseinskontrolle im Spiel sind,
ist diese Veränderung drastisch, unvermittelt und künstlich erzeugt.


Die Sicherung der Mitgliedschaft wird durch Aktivitäten erwirkt, die darauf abzielen,
die Beziehungen des neuen Mitglieds zu Familie und Freunden zu untergraben. Eine
Möglichkeit ist, den Novizen dazu anzuhalten, jeden zu missionieren, den er kennt.
Solange Freunde und Familie noch rohes Fleisch sind - wie Scientology sie gerne
nennt - gestattet man dem Neuling, Zeit mit ihnen zu verbringen und sie zu
bearbeiten.

Doch sobald sie Bedenken äußern und klarstellen, dass sie sich der Gruppe
keinesfalls anschließen werden, erhalten die neuen Mitglieder von der Sektenführung
Anweisungen, ihre Zeit nicht länger mit Ungläubigen zu verschwenden. Ist die
Familie des Neumitglieds gar zu kritisch, wird ihm schließlich befohlen, jeden Kontakt
zu ihr abzubrechen. Totalitäre Sekten können keinerlei Opposition dulden. Man ist
entweder ihrer Meinung (oder gilt zumindest als potentieller Kandidat), oder man ist
ihr Feind.

Oder es wird angeraten, räumliche Distanz zu Nichtanhänger zu suchen, um sich vor
deren niedriger Bewusstseinsebene abzuschirmen, die sich z. B. nachteilig auf die
Meditierenden auswirken könnten. Außenstehende werde als Wesen mit minderem
Status betrachtet, die die Person herunterziehen könnte, weshalb diese ermutigt
wird, sich von seiner Familie und seinen Freunden zu trennen.  

Mit dem Beitritt zu einer Sekte ändern sich oftmals die Schlafgewohnheiten ganz
gravierend. Viele totalitäre Sekten arbeiten mit Schlafentzug. Wer jemals mehrere
schlaflose Nächte verbracht oder die ganze Nacht hindurch gearbeitet oder gelernt
hat, der wird sich erinnern, wie schwierig es ist, ohne genügend Schlaf normal zu
funktionieren.

Viele Sekten sorgen dafür, dass ihre Mitglieder nur drei bis fünf Stunden Schlaf
bekommen. In den meisten Gruppen ist dies nicht etwa ein geschriebenes Gesetz,
sondern es wird einfach sichergestellt, dass die Leute mit Arbeit eingedeckt sind und
ihnen kaum Zeit zum Schlafen bleibt.

Auch Essgewohnheiten ändern sich häufig mit dem Eintritt in eine Sekte. Manche
Gruppen schreiben eine streng vegetarische Ernährung vor, verwenden aber
gleichzeitig Unmengen von Zucker, um ihre Mitglieder in ein Hoch zu versetzen.
Andere fordern zu langem und häufigem Fasten auf, wobei der Körper davor und
danach so gut wie keine besondere Pflege erhält. Drastische Gewichtsveränderungen
sind an der Tagesordnung. Während die meisten abnehmen, werden einzelne auch
stark übergewichtig.

Kennzeichnend für totalitäre Sekten ist es jedoch, dass sie sich wenig um die
Gesundheit ihrer Anhänger kümmern. Sektenmitglieder entwickeln oft
psychosomatische Krankheiten. So gibt es nur eine minimale medizinische
Versorgung, in manchen Gruppen praktisch gar keine.  

In Sekten wird sehr viel Zeit mit Gruppenaktivitäten verbracht. Für das Privatleben
oder für Freunde und Familie wird dem Mitglied nur ein Minimum an Zeit
zugestanden. Auch bleibt wenig Zeit, einmal etwas anderes zu lesen als die
Sektenlektüre oder etwas anderes zu erlernen als die Sektenpraktiken. Natürlich
geben sich die Sektenanhänger die größte Mühe, dem Außenstehenden glaubhaft zu
machen, dass sie ein ganz normales Leben führen. Doch wenn man Sektenmitglieder
einmal in eine längere Diskussion über aktuelle Ereignisse, Kunst oder Geschichte
verwickelt, wird deutlich, dass die meisten jeglichen Bezug dazu verloren haben.

Ein sehr deutliches Anzeichen dafür, dass jemand einer Gruppe angehört, die ihre
Mitglieder geistig manipuliert, ist die mangelnde Fähigkeit, selbständig
Entscheidungen zu treffen. Auch wenn Sektenmitglieder gegenüber Außenstehenden
stets behaupten, unabhängig zu sein, zeigt ein Blick hinter die Kulissen, dass sie
wichtige Entscheidungen nicht treffen können, ohne zuerst bei übergeordneten
Mitgliedern um Erlaubnis zu fragen.

Sektenmitglieder sagen ihrer Familie oft, dass sie mal sehen wollen, ob sie zu
wichtigen familiären Ereignissen wie Hochzeiten, Begräbnissen oder auch
Geburtstagen nach Hause kommen können. Das bedeutet nichts anderes, als das sie
erst ihren Leiter in der Gruppe fragen müssen. Ebenso müssen sich die Mitglieder alle
möglichen Dinge genehmigen lassen, die für die meisten Menschen ganz
selbstverständlich sind. Es ist schwer vorstellbar, dass jemand einen Geistlichen um
Erlaubnis fragen muss, ob er einen kranken Angehörigen besuchen darf. Tut ein
Anhänger jedoch eigenständig das, was er für richtig hält, so wird er als
selbstsüchtig, unabhängig, rebellisch oder dem positiven Wachstum abgeneigt
kritisiert. Manche Gruppen gehen so weit, sämtliche sozialen Beziehungen ihrer
Mitglieder zu kontrollieren. Nicht nur, mit wem sie ausgehen dürfen, sondern sogar,
wen sie heiraten dürfen, wird den Mitgliedern vorgeschrieben.

Manche Anhänger haben neben ihrer Sektenmitgliedschaft ganz reguläre 8-Stunden-
Jobs. Dadurch können sie nicht ständig nur in den Denkmustern der Sekte bewegen.
Sie behalten ihre Stelle auch nach ihrem Beitritt, denn damit verbinden sich ein
Einkommen, Prestige und die Möglichkeit, andere zu werben und zu beeinflussen.

Das Ausmaß der im Alltag des Sektenanhängers praktikzierten Gedanken-, Gefühls-,
Verhaltens- und Informationskontrolle kann sehr unterschiedlich sein. Mitglieder,
denen negative Gedanken oder Kontakt zu Kritikern und ehemaligen Mitgliedern
verboten ist, können unter Bewusstseinskontrolle stehen, obwohl sie vielleicht
extern wohnen und arbeiten. Lediglich der Grad der Kontrolle mag geringer sein als
bei einem überzeugten Vollzeitmitglied.


Das dritte Kriterium ist die Freiheit der Mitglieder, die Gruppe wieder zu verlassen.
Einfach formuliert, sitzen Mitglieder totalitärer Sekten in einem psychischen
Gefängnis. Sekten pflanzen ihren Mitgliedern panische Ängste davor ein, was
passieren würde, wenn sie die Gruppe jemals den Rücken kehrten. Dadurch nehmen
sie ihnen die Freiheit der Wahl. Sie waren zwar frei, der Gruppe beizutreten, aber sie
sind nicht mehr frei, sie wieder zu verlassen. Tatsächlich gibt es in den Augen einer
totalitären Sekte niemals einen legitimen Grund für einen Austritt.

Legitime Gruppen behandeln ihre Mitglieder als erwachsene Menschen, die selbst
beurteilen können, was in ihrem Interesse ist. Obwohl natürlich jede Organisation
bemüht ist, ihre Mitglieder zu halten, gehen rechtmäßig handelnde Gruppen niemals
so weit, ihre Anhänger durch Ängste und Schuldgefühle zu manipulieren, wie es
totalitäre Sekten tun.

Einige der ganz extremen Sekten gehen sogar so weit, frühere Mitglieder
aufzuspüren und durch offene Gewalt, gerichtliche Klagen, emotionale
Einschüchterung oder Erpressung zum Schweigen zu bringen.

Es dürfte sich von selbst verstehen, dass jeder das Recht behalten sollte, selbst zu
entscheiden, ob er in einer Gruppe bleiben will oder nicht. Diese
Entscheidungsfreiheit darf niemanden genommen werden, der sich irgendeiner
Organisation angeschlossen hat.
Beurteilung von Sekten: Wie man sich schützen kann